Nachhaltigkeit und objektive Beratung - geht das?

Nicht wenige Menschen halten die Verknüpfung von "Nachhaltigkeit" mit "Kapitalanlage und Versicherungen" immer noch für eine ideologische Spinnerei. Das erlebe ich in meinem Job als "grüner Anlageberater und Versicherungsmakler" bei Interessenten und Neukunden auch heute noch immer wieder einmal. Trotzdem habe ich mit diesem Geschäftsmodell seit mittlerweile rund 15 Jahren nicht nur erfolgreich überlebt, sondern beobachte auf Seiten der Anleger und versicherungsbedürftigen Kunden sogar eine stetige Zunahme von Interesse und Bedarf. Gleiches bestätigen die Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich seit Jahren über unser bundesweites freies Netzwerk "Grüne Makler" kooperiere.

Nachhaltigkeit und objektive Beratung - geht das?

Anders als in der öffentlichen Wahrnehmung leider immer noch verbreitet, besteht meine Aufgabe nicht darin, Menschen zu überreden und ihnen Kapitalanlagen und Versicherungen "anzudrehen", die sie überhaupt nicht brauchen. Ganz im Gegenteil unterliegt dasTätigkeitsprofil meines Berufsstandes ganz konkreten und strengen gesetzlichen Vorgaben: nach bestem Wissen und Gewissen ausschließlich die Interessen des Kunden/Mandanten zu wahren und zu vertreten (ähnlich einem Steuerberater oder Anwalt).

Trotzdem muss ich mich bei meiner Beratung in keiner Weise verbiegen, wenn es um nachhaltige Lösungen für die Kundenwünsche und -anforderungen geht. Warum? Weil ich am Ende der vorbereitenden Bedarfsklärung einfach nur eine schlichte Frage stellen muss. Sie lautet: wenn es für Ihre persönlichen Anlageziele/Ihren persönlichen Versicherungsbedarf auch nachhaltige (grüne) Lösungen gäbe, wären Ihnen diese dann lieber als klassisch-konventionelle? Diese Frage stelle ich allerdings, in diesem oder ähnlichem Wortlaut, grundsätzlich immer. Anfänglich zu meiner eigenen Überraschung wurde diese Frage bis heute kein einziges Mal (!) mit "nein" beantwortet. Schlimmstenfalls erhalte ich erst einmal verwunderte bis ungläubige Reaktionen, nach dem Motto "geht das überhaupt?" oder "gibt es sowas denn?" Meistens ist es also schlicht Unwissenheit, so dass ich als Berater auch bei diesem Thema einfach nur eine meiner ohnehin wichtigsten Aufgaben erledigen muss: erklären! Mehrheitlich wollen die Leute immer das Selbe wissen: "ist das denn nicht viel teurer", "was bedeutet Nachhaltigkeit in diesem Zusammenhang genau", "wäre das für mich genau so gut"?

Lohnen sich nachhaltige Kapitalanlagen und Versicherungen?

Wenn ich den Kunden dann zeigen kann, dass die "grünen" Lösungen nicht nur nicht teurer und nicht schlechter sind, sondern wenigstens gleich gut oder sogar günstiger und rendite- bzw. leistungsstärker, ist die Entscheidung für "grün" nur noch eine zwangsläufige Selbstverständlichkeit. Die Kunden sind dann nicht nur zufrieden, sondern sogar ein wenig stolz und freuen sich, dass sie mit ihrer Entscheidung gleichzeitig etwas Gutes bewirken können (z.B. kein Geld in Rüstungsindustrie, ausbeuterische Kinderarbeit etc.). Erst in dieser Woche hat ein älteres Ehepaar im Jahresgespräch ungläubig gestaunt, als wir für einige Kapitalanlagen, die es für bestimmte Zwecke eine zeitlang bespart hatte, Bilanz gezogen haben: mit der für Ihr Sparziel "Wintergarten" gedachten (aktienlastigen) Kapitalanlage, die ich auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009 empfohlen hatte, hat es mit einer durchschnittlichen Rendite von rd. 10,4 % pro Jahr sein Anfangskapital mehr als verdoppelt. Die für eine "Badezimmerrenovierung" gedachte andere Kapitalanlage hat es während des Sparhorizonts von rd. 6 Jahren auf knapp über 11 % pro Jahr gebracht. Das Schöne: es handelte sich in beiden Fällen um 100%ig echte nachhaltig-ökologische Kapitalanlagen! War es ursprünglich tatsächlich oft eine Entscheidung zwischen "Rendite" und "gutem Gewissen", lässt sich heutzutage also beides bestens miteinander in Einklang bringen. Natürlich hat in den genannten Beispielen die allgemeine Situation an den Börsen und Finanzmärkten erheblich zum Ergebnis beigetragen, aber auch die sicherheitsorientieren grünen Kapitalanlagen können sich während dieser Zeit im Vergleich zur klassisch-konventionellen Konkurrenz absolut sehen lassen.

Gleiches gilt für den Versicherungsbereich, in dem es inzwischen für fast jede Sparte moderne Tarife gibt, bei denen zuerst auf ein Top-Leistungsniveau sowie konkurrenzfähige Beiträge geachtet wird und den Anbietern (leistungsstarke Versicherungsgesellschaften) dann zur Bedingung gemacht wird, diese auf nachhaltiger Grundlage anzubieten, also ökologische, sozial-ethische und humane Kriterien zu berücksichtigen. Unabhängig von diesen Fakten und Erfolgen ist es ja generell so, dass, zumindest in unserer westlichen, gebildeten Gesellschaft der allgemeine Anspruch auf Nachhaltigkeit nahezu alle Lebensbereiche immer stärker durchdringt. Selbst Autoindustrie und Energieanbieter werden immer "grüner". Da ist es nur logisch, dass die Menschen das auch in zunehmendem Maße vom Finanz- und Versicherungsbereich erwarten. Daher sind meine "grünen Kollegen" und ich, mit dem Know-How-Vorsprung vieler Jahre, felsenfest davon überzeugt, dass wir das Richtige tun. Nicht nur für uns und unsere eigene Überzeugung, sondern vor allem auch für unsere Umwelt sowie unsere Kunden und Mandanten.

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