Brücken schlagen mit Aufforstung

Eine Khasi Frau mit ihren Pfirsichbäumen, welche sie auf ihrem Grundstück auspflanzen wird

Aufforstung ist Klimaschutz. Eine der wenigen natürlichen Möglichkeiten CO2 aus der Atmosphäre zu ziehen und das Weltklima zu schützen, ist das Vergrößern von Waldflächen mittels Aufforstung und der Schutz bestehender Wälder. Laut der New York Declaration on Forests sollen weltweit mindestens 350 Millionen Hektar wieder aufgeforstet werden. Gleichzeitig soll außerdem noch der weltweite Waldverlust bis 2020 um die Hälfte reduziert werden. Dieses ambitionierte Ziel kann nur erreicht werden, wenn Akteure weltweit auf verschiedenen Ebenen zusammenarbeiten. Vielerorts ist das Wissen rund um Waldbewirtschaftung zurückgegangen. Ein Baum zu pflanzen kann leicht sein, dafür zu sorgen, dass er auch langfristig im Boden bleibt allerdings nicht. Dorfstrukturen mit historisch enger Verbundenheit zum Wald bieten oftmals ideale Voraussetzungen, Waldflächen zu vergrößern und zu schützen. Das Wissen rund um die Pflege der Wälder ist hier oft noch vorhanden und die Wälder sind bisher von der vollständigen Zerstörung bewahrt geblieben. Aus diesem Grund hat WeForest sich mit dem indigenen Volk der Khasi im Nordosten Indiens zusammengetan, um gemeinsam an großflächiger Aufforstung zu arbeiten. Insgesamt 62 Dörfer arbeiten aktiv am Projekt mit.

Wer sind die Khasis?

Am Fuß des Himalaya im Nordosten Indiens im Bundesstaat von Meghalaya liegen die Khasi Hills, auch Heimat der Wolken genannt. Die Khasi sind ursprünglich aus der Region des heutigen Kambodscha nach Südostasien eingewandert und ihre Gesellschaft ist matrilinear geordnet, Kinder werden der Mutter zugerechnet und die Erbfolge nach der mütterlichen Linie geregelt.

Seit Jahrhunderten sind die Khasi mit ihren Wäldern verbunden, deren Existenz inzwischen aber durch Bergbau, Abholzung und Feuer stark bedroht ist. Für die Khasi hat der Wald auch eine spirituelle Bedeutung und so gibt es in vielen Dörfern heilige Haine, welche schon seit über 500 Jahren geschützt werden. Auch die berühmten Wurzelbrücken in Cherrapunjee lassen die Khasis wachsen.

Wussten Sie, welchen Nutzen 1 Million gepflanzte Bäume in dem Projekt bringen? Dies entspricht etwa 1200 aufgeforstete Hektar, mindestens 203.962 Tonnen gespeichertem CO2 (über 20 Jahre). Es werden rund 3500 Familien einbezogen, 89 Menschen angestellt und 70 Baumschulen eingesetzt. Die eingesetzte Methode vor Ort heisst Assisted Natural Regeneration, Baumbestand wird gepflegt und neue Bäume werden hinzugepflanzt.

Bei der Aufforstung wird stark darauf geachtet, indigene Bäume zu pflanzen, um den Wald so ursprünglich wie möglich zu renaturieren. Gleichzeitig, werden zur Schaffung neuer Einkommensmöglichkeiten auch Fruchtbäume gepflanzt, zum Beispiel Pfirsichbäume, die zu einer Steigerung des Einkommens beitragen.

Insgesamt sind bereits 2.000 Hektar erfolgreich renaturiert worden und rund 1.500 weitere identifiziert. Partner wie grün versichert tragen zum Erfolg des Projektes bei.

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