Ein zweiter Geburtstag für Emanuel Sebastiano

Es ist die Geschichte des damals 11 jährigen Emanuel Sebastianos aus Babati in Tanzania. Einem kleinen Jungen den die plötzliche Diagnose eines Hirntumors beinahe das Leben gekostet hätte. Zuvor war er ganz normal zur Schule gegangen, hatte Freunde und Spaß am Sport. 2015 wurde er von seinen Eltern bewusstlos ins tansanianische Missionskrankenhaus in Haydom gebracht.

Dort traf ich auf die Familie während meines kinderärztlichen Einsatzes dort. Die Diagnose eines Hirntumors, welcher den natürlichen Abflusses des Hirnwassers blockierte und den Hirndruck lebensbedrohlich ansteigen ließ, wurde gestellt. In einer Notfalloperation in Haydom wurde ein künstlicher Hirnwasserabfluss über einen eingelegten Katheter, einem sogenannten Shunt, sichergestellt. Nach der geglückten Operation erwachte Emanuel aus der Bewusstlosigkeit und stabilisierte sich. Dennoch war durch die Operation in Haydom nur der Hirnwasserabfluss sichergestellt, nicht aber der Tumor entfernt worden. In einer Großen Spendenaktion, durch HaydomFriends e.V. initiiert wurde Geld für Emanuels Operation in einer speziellen Neurochirurgischen Klinik in Nairobi in Kenia gesammelt. Mit der großzügigen Unterstützung von grün versichert konnte der kleine Junge mit seiner Familie nach Nairobi geschickt und dort erfolgreich operiert werden.

Leider hatte der Tumor bereits zuvor den Sehnerv des Jungen geschädigt, so dass Emanuel bereits zuvor an zunehmendem Sehverlust auch im Rahmen des steigenden Hirndruckes litt. Es gibt eine geringe Chance dass sich das Sehvermögen nach einer solchen Operation etwas regeneriert, aber leider keine Garantie. Im Dezember 2015 traf ich den Jungen und seine Mutter nach der geglückten Operation erneut in Haydom und wir beschlossen gemeinsam den Jungen auf seinem weiteren Weg und dem Start in einer speziellen Schule für sehbehinderte Kinder zu unterstützen.

Nach langer Zeit komme ich gerade zurück aus Haydom. Ich traf dort erneut während auf Emanuel, der mittlerweile eine Sonderschule für Blinde besucht. Stolz erzählte er mir, dass er jetzt Rechnen und Lesen lernt, beschreibt dass er dafür eine Metall-Tafel mit ausgestanzten Buchstaben benutzt. Auch berichtet er das er bereits 5 neue Freunde dort gefunden hat. Dabei strahlt der einst so schüchterne Junge mit einem breiten Lächeln. Die Schule in Katesh ist circa 1,5 h Fahrt von Haydom entfernt und eine Ganztagesschule. Die Kinder werden dort verköstigt und sind die gesamte Woche dort untergebracht. Die Mutter reist selbst jedes Wochenende zu ihrem Sohn um zusätzlich Ost und Gemüse und extra Nahrung vorbeizubringen. Es gäbe nicht genug Verköstigung für alle Kinder dort. Sie finanziert die Besuche, Reisen und das Essen für ihren Jungen von dem wenigen Geld was sie besitzt. Sie berichtet, dass sie derzeit ihre beiden Söhne allein groß ziehen muss, da der Vater die Familie verlassen hat. Momentan hat der Junge eine neue Schuluniform und neue Schuhe für den Start erhalten. Fürs Erste gab es von mir einen neuen Schulrucksack, den es hoffentlich mit viel neuem Wissen zu füllen gilt. Emanuel möchte eines Tages selbst Lehrer werden. Mit der Hilfe von grün versichert und vielen anderen wurde dem Jungen ein zweites Leben zurückgeschenkt.

Leider erleiden eine immer größere Anzahl von Kindern und auch Neugeborenen eine Erkrankung die sich „Wasserkopf“ oder auch Hydrozephalus nennt. Es handelt sich um eine Abfluss-Störung des Hirnwassers, mit welcher man geboren sein kann, oder welche sich nach einer Hirnhautentzündung oder eben auch im Rahmen eines Tumorwachstums entstehen kann. Ohne eine Shuntoperation erblinden oder versterben diese Kinder im Verlauf des fortschreitenden Hirndruckes, als Säuglinge entwickeln sie riesige Köpfe. Im Haydom Hospital in Tanzania können diese Kinder erfolgreich operiert und auch nachversorgt werden von einem Team aus Kinderarzt, Physiotherapie, Chirurgie und Pflege. HaydomFriends e.V. in Kooperation mit seinen Partnern, unterstützt die Arbeit des lokalen Teams mit jährlichen Besuchen, und finanzieller wie persönlicher Unterstützung in Ausbildung der Eltern wie auch des klinischen Personals um speziell diesen Kindern und ihren Familien, Kindern wie Emanuel, eine Chance zu geben, ein kindgerechtes und später würdevolles Leben führen zu können.

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